Ganz und gar nicht ist Tee ein altmodisches Heißgetränk. 2026 zeigt sich die Teekultur in Höchstform – funktional, ästhetisch, kreativ. In Cafés, Bars, Restaurants und sogar Fine-Dining-Locations steht Tee nicht mehr im Schatten von Kaffee. gastro-marktplatz.de hat die wichtigsten Tee-Trends 2026 zusammengestellt.
Hojicha vs. Matcha: Gleiche Pflanze, völlig andere Welt
Vielleicht fragst du dich: Ist das nicht einfach nur brauner Matcha? Nicht ganz. Zwar stammen beide aus der japanischen Teepflanze Camellia sinensis, doch bei der Verarbeitung trennen sich ihre Wege radikal. Während Matcha-Blätter gedämpft, getrocknet und zu einem leuchtend grünen, fast grasig-herben Pulver vermahlen werden, geht Hojicha einen entscheidenden Schritt weiter: Er wird bei hohen Temperaturen geröstet.
Dieser Röstprozess karamellisiert den im Tee enthaltenen Zucker und baut die Catechine ab, die normalerweise für die Bitterstoffe verantwortlich sind. Die typische grüne Farbe weicht bei diesem Prozess einem warmen, einladenden Rotbraun. Vor allem geschmacklich liegen Welten zwischen klassischem Matcha und Hojicha: Wo Matcha mit einer frischen, „grasigen“ Note punktet, überzeugt Hojicha durch ein extrem mildes Profil mit röstigen Nuancen, die fast schon an Kakao, Nüsse oder Karamell erinnern.
Die perfekte Alternative für „Matcha-Skeptiker“
Hand aufs Herz: Viele Gäste würden gerne den „Healthy Lifestyle“ von Matcha mitnehmen, finden den Geschmack aber oft zu gewöhnungsbedürftig. Hier spielt Hojicha seinen größten Trumpf aus. Durch die Röstung ist er weniger „grasig“ und erinnert eher an vertraute Aromen wie Kaffee, Kakao oder geröstete Nüsse. Als Hojicha Latte mit aufgeschäumter pflanzlicher oder Kuhmilch und einem Klecks Ahornsirup bietet er die perfekte Brücke für alle, die eine sanfte, aber moderne Alternative zum klassischen Cappuccino suchen.
Warum sich der frühe Einstieg für Gastronomen lohnt
In der Gastronomie gewinnt oft, wer Trends aus den sozialen Medien wie TikTok oder Instagram frühzeitig auf die Karte bringt. Aber warum genau ist Hojicha wirtschaftlich so spannend?
Differenzierung: Während Matcha mittlerweile Standard ist, hebst du dich mit Hojicha in Deutschland aktuell noch ab. Du bietest etwas, das die Leute online sehen („Instagrammable“), aber offline noch suchen.
Abendgeschäft & Zielgruppen: Da Hojicha kaum Koffein enthält, ist er das ideale Heißgetränk für den späten Nachmittag oder Abend – perfekt für Gäste, die keinen Espresso mehr vertragen, aber Lust auf einen „Fancy Drink“ haben.
Margen-Booster: Wie beim Matcha lässt sich Hojicha wunderbar als Pulver verarbeiten. Ein Hojicha Latte lässt sich preislich im Premium-Segment positionieren während die Zubereitung kaum aufwendiger ist als bei einem herkömmlichen Tee oder beim klassischen Matcha Latte
Fazit: Mut zur Röstung
Hojicha ist mehr als nur ein kurzes Strohfeuer. In den USA hat er bereits bewiesen, dass er neben Matcha bestehen kann und eine eigene, treue Fangemeinde aufbaut. Wer jetzt reagiert und die in Deutschland noch recht unbekannte Spezialität auf seine Getränkekarte setzt, bedient nicht nur den Wunsch nach Wohlbefinden und Authentizität, sondern sichert sich auch einen Vorsprung im Wettbewerb um die Genuss- und Gastro-Trends von morgen.
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