Wie „hartes Wasser“ immer stärker zum Szenegetränk wird

Sekt statt Selters? Dieses Motto war einmal! Jetzt erobert das Erfrischungsgetränk Hard Seltzer die Bars, Kneipen und Restaurants. An diesem Trend kommt im Moment kaum einer vorbei, denn das Trend-Getränk ist buchstäblich in aller Munde. Woher der Hard Seltzer-Kult stammt und was sich dahinter verbirgt, erfährst du hier!

Hard Seltzer

Was ist Hard Seltzer und woher stammt der Trend?

Das Getränk „Hard Seltzer“ ist eine Erfindung aus den USA. In den Vereinigten Staaten heißt Sprudelwasser einfach „Seltzer“. Das Wort erinnert an das deutsche Wort Selters, also Mineralwasser, und sehr wahrscheinlich ist es tatsächlich eine Abwandlung davon. Wörtlich übersetzt bedeutet „Hard Seltzer“ also einfach „hartes Sprudelwasser“. Die Bezeichnung „hart“ bezieht sich dabei aber nicht etwa auf den Härtegrad des Wassers, sondern auf den Inhaltsstoff Alkohol: Hard Seltzer ist nichts anderes als alkoholhaltiges Mineralwasser. Viele Hersteller mixen noch fruchtige Aromen darunter.

In den USA wird das Modegetränk Hard Seltzer oft auch als Spiked Seltzer, Hard Sparkling Water oder Spiked Water bezeichnet. Die Vermarktung erfolgt unter dem Label „leichtes Wellnessprodukt“. Es kommt meist in optisch ansprechenden Dosen wie Energy-Drinks in den Verkauf und fällt damit in die Kategorie „Ready to drink“. Das Getränk gilt als leichte Alternative zu süßen Alkopops und Cocktails. Hard Seltzer wird als kalorienarm (Stichwort: Low Carb) beworben, da oft kein zusätzlicher Zucker (Stichwort: Zero Zucker) zugesetzt wird. Ferner ist es glutenfrei, denn der verwendete Alkohol stammt in den USA meist aus Zuckerrohr oder Malz. Der im Hard Seltzer enthaltene Alkohol ist übrigens Gärungsalkohol, der aus fermentiertem Zucker stammt. Dieser Zucker wird oftmals aus Stärke beim Malzen gewonnen und über einen Brauprozess in Alkohol umgewandelt. Die mittlerweile etwas aus der Mode gekommenen Alkopops enthalten dagegen eher Destillationsalkohol. Ihnen wird deshalb häufig Rum oder Wodka zugesetzt.

Hard Seltzer in Deutschland

Während Hard Seltzer sich in den USA zum Kultgetränk entwickelt und definitiv den Getränkemarkt aufmischt, indem es dort für enorme Wachstumsraten sorgt, ist der leichte Drink in Deutschland noch längst nicht so populär.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind in Deutschland nicht ganz so einfach und sorgen dafür, dass sich die großen Hersteller hierzulande schwertun, eine eigene Hard Seltzer-Strategie umzusetzen. Denn es nicht ganz so eindeutig, ob die neue Getränkeklasse unter die unter 2004 erlassene Alkopop-Steuer fällt. Das Bundesfinanzministerium schreibt hierzu lediglich, dass „[…] alkoholhaltige Süßgetränke, die einen Alkoholgehalt von mehr als 1,2 % Volumen, aber weniger als 10 % Volumen aufweisen und trinkfertig gemischt in verkaufsfertigen, verschlossenen Behältnissen abgefüllt sind“, dieser Lenkungssteuer unterliegen. Mit seinen vier bis sechs Prozent Alkoholgehalt fällt Hard Seltzer zunächst pauschal unter diese Regelung – es enthält jedoch kaum Zucker oder Süßstoffe. Da die Klassifizierung jedoch abhängig von den eingesetzten Zutaten und Inhaltsstoffen sowie dem kompletten Herstellungsverfahren samt Produktionsstrecke ist, lässt sich also nicht so einfach sagen, ob für Hard Seltzer die Alkopop-Steuer fällig wird. Eine Einzelfallprüfung ist daher unerlässlich.

Während sich die großen Getränkehersteller daher noch scheuen, setzen vor allem Startups und kleine Unternehmen mit genialen Ideen neue Maßstäbe. So wird aus einem Geheimtipp erst ein Trend und dann ein Kult.

 

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