Trend Pop-up-Restaurants: Wo Gastronomen Food-Ideen testen

Pop-up-Restaurants und ihre Bedeutung für die Gastro-Branche

Pop-up-Restaurants sorgen innerhalb der Gastro-Szene für gelungene Abwechslung. Hier stehen alle Zeichen auf Exklusivität: Serviert werden ausschließlich ausgewählte Speisen und Getränke. Selbst die Dauer des Verkaufs ist zeitlich begrenzt. Das zieht Gäste magisch an, denn eine solch einzigartige Gelegenheit möchte niemand verpassen. Wie das Konzept funktioniert und was Gastronomen bei der Gründung eines eigenen Pop-up-Restaurants beachten sollten, erfährst du auf gastro-marktplatz.de.

Pop-up-Restaurant

Pop-up-Restaurant: Was ist das?

Modeunternehmen haben es vorgemacht – und auch die Gastro-Landschaft zieht mit: Vor allem in Großstädten sprießen temporär geöffnete Pop-up-Restaurants wie Pilze aus dem Boden. Die innovativen Betriebe funktionieren im Grunde ebenso wie ein normales Restaurant – mit dem Unterschied, dass das Geschäft zeitlich begrenzt ist.

Genau dieses Alleinstellungsmerkmal macht das Konzept Pop-up-Restaurant auch für Gäste so attraktiv. Die Verknappung des Angebots ist eine clevere Marketingstrategie, die die Menschen dazu bewegt, aktiv zu werden. Wer Lust auf Neues hat, lässt sich den Besuch eines Pop-up-Restaurants nicht entgehen. Ein einzigartiges Erlebnis, das die Gastronomie vor Ort bereichert! Vor allem cleveres Online-Marketing und Mund-zu-Mund-Propaganda, eine der glaubwürdigsten Marketingmaßnahmen überhaupt, spielen beim Bewerben von Pop-up-Restaurants eine wichtige Rolle.

Auch aus unternehmerischer Sicht bieten Pop-up-Restaurants zahlreiche Vorteile. Für etablierte Köche und Inhaber bietet sich so die Möglichkeit, neue Konzepte und Speisen auszuprobieren. Sie können hier Ideen und Rezepte fernab des gewohnten Tagesgeschäfts testen. Ambitionierte Köche und angehende Gründer, die hingegen erst einmal prüfen möchten, ob ihr Konzept bei den Gästen ankommt, gehen im Rahmen eines Pop-up-Restaurants wesentlich weniger (finanzielle) Risiken ein als mit der Gründung eines stationären Unternehmens. Vor allem vergleichsweise geringe Mieten spielen dabei eine wichtige Rolle.

Die Location: Pop-up-Varianten im Überblick

Wer ein Pop-up-Restaurant ins Leben rufen möchte, kann im Wesentlichen auf drei verschiedene Möglichkeiten zurückgreifen: Zwischennutzung, Parallelnutzung oder eine Mischung aus beidem.

  • Zwischennutzung: Mieterwechsel, Renovierungsarbeiten, saisonale Schließungen und ähnliches sorgen oft dafür, dass eine Immobilie zeitweise leer steht. Dieser Zwischenzeitraum ist die optimale Gelegenheit für die Einrichtung eines Pop-up-Restaurants.
  • Parallelnutzung: Zudem besteht die Möglichkeit, die Räumlichkeiten eines bereits bestehenden Gastro-Unternehmens zeitversetzt zu nutzen. Viele Bars und Restaurants öffnen erst am Abend. In diesem Fall ist es denkbar, hier tagsüber eine Pop-up-Gastronomie unterzubringen. Großer Vorteil: Die Location ist potenziellen Gästen bereits bekannt.
  • Kombilösung: Viele Gastro-Betriebe sind nur saisonal geöffnet. Stellt beispielsweise eine Eisdiele ihren Betrieb im Winter ein, können die Räumlichkeiten als Location für ein Pop-up-Restaurant oder temporäre Events verwendet werden. Denkbar ist zum Beispiel der Verkauf von weihnachtlichem Glühwein und Lebkuchen oder winterlichen Suppen.

Best Practice: Erfolgreiche Pop-up-Restaurants in Deutschland und Europa

Dass das Konzept Pop-up-Restaurant tatsächlich funktioniert, zeigen zahlreiche Beispiele aus der Praxis.

  • Der Kölner Laden Ein hatte sich voll und ganz dem Pop-up-Konzept verschrieben – und das sehr erfolgreich. Alle zwei Wochen präsentierte hier ein neuer Koch seine Rezepte und Food-Ideen. Zum Zug kamen nicht nur professionelle Gastronomen, sondern auch Hobby-Köche, Food-Blogger und Streetfood-Händler. Da Pop-up-Restaurants immer eine temporäre Sache sind, waren auch die Macher von Laden Ein konsequent. Die Location ist geschlossen, denn die Köpfe wollen neue Wege gehen.
  • Auch die Berliner Lust-Bar stellt ihre Räumlichkeiten temporär wechselnden Köchen zur Verfügung.
  • Die Sterneköchin Tanja Grandits vom Restaurant Stucki in Basel bietet wiederkehrend vegane Menüs in einem zum Pop-up-Restaurant umfunktionierten Gewächshaus am Stadtrand an.
  • Der TV-Koch Nils Egtermeyer lädt regelmäßig zu seiner Event-Reihe „Zu Tisch mit …“ in die Hamburger Karobude
  • In Wien verwöhnen aufstrebende Sterneköche ihre Gäste im Rahmen des mehrteiligen Pop-up-Dining-Events „Naked Kitchen“.

Ein eigenes Pop-up-Restaurant gründen in 7 Schritten: So gehst du vor

  • Konzept: Lege fest, welche Art von Speisen und Getränken du in welchem Zeitraum anbieten möchtest. Mache dich auf die Suche nach einem aussagekräftigen Namen und entwirf ein Menü für dein Pop-up-Restaurant. Auch das Design deines Logos und deiner Speisekarte kannst du frühzeitig erarbeiten.
  • Business-Plan: Definiere, welches Ziel der temporäre Verkauf haben soll (beispielsweise Produkttests, Neukundenakquise oder Standortprüfung) und erstelle einen Business-Plan. Prüfe zudem, ob du das Projekt als Einzelkämpfer durchziehen möchtest oder zusätzliches Personal anstellst.
  • Location: Mache dich auf die Suche nach passenden Räumlichkeiten und kümmere dich um die Logistik (z. B. Küche, Lager, Technik, Kasse und Kassensystem, Buchungssystem etc.)
  • Behörden: Kläre alle Einzelheiten mit den zuständigen Behörden, hole die erforderlichen Genehmigungen ein und schließe die nötigen Versicherungen ab.
  • Marketing: Entwirf einen Plan für das Marketing deines Pop-up-Restaurants, baue ein Netzwerk auf und finde passende Kooperationspartner.
  • Durchführung: Das Wichtigste: Zieh deinen Plan durch und verwöhne deine Gäste mit leckeren Speisen und Getränken.
  • Evaluation: Werte aus, ob du deine Ziele erreichen konntest. Ermittle, was gut lief und was verbesserungswürdig ist, und triff auf Grundlage dieser Ergebnisse eine Entscheidung, wie es weitergehen soll (Konzept überarbeiten, die Pop-up-Reihe weiterführen oder vielleicht sogar einen stationären Gastro-Betrieb gründen?).

Mehr Infos über innovative Gastro-Konzepte wie zum Beispiel Ghost Kitchens erfährst du im Magazin von gastro-marktplatz.de. In unseren News stellen wir dir zudem regelmäßig neue Food-Produkte vor, die bestens für den Einsatz in der Gastronomie geeignet sind.