Bio-Lebensmittel in der Gastronomie: Ein ganzheitliches Konzept

So stellst du deinen Gastronomie-Betrieb auf Bio um

Anzeige I Produkte aus nachhaltigem Bio-Anbau sind aktuell so beliebt wie nie zuvor. Auch in der Gastronomie legen immer mehr Unternehmen (und Gäste) Wert auf Bio-Lebensmittel. Damit die Umstellung auf Bio gelingt und das neue Konzept von Erfolg gekrönt ist, sollten Gastronomie-Betriebe überlegt vorgehen und sich beispielsweise um eine Bio-Zertifizierung, Bezugsquellen und geeignete Speisen Gedanken machen. Praktische Tipps liefert dir gastro-marktplatz.de.

Bio in der Gastronomie

Ökologische Lebensmittel und Bio-Zertifizierung für Gastronomie-Betriebe

Bio-Lebensmittel sind Trend. Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, Lebensmittel aus ökologischer Herstellung zu kaufen, um Natur, Tiere und die Erde zu schonen. Für die persönliche Gesundheit kann der Konsum von Bio-Produkten ebenfalls Vorteile haben: Bio-Lebensmittel enthalten keine Pestizide, weniger Nitrate und schmecken oft aromatischer als solche aus konventionellem Anbau.

Auch in der Gastronomie boomt Bio – in Deutschland und auf der ganzen Welt. Viele Gastro-Betriebe sehen sich in der Pflicht, sich für mehr Nachhaltigkeit einzusetzen und ihr Konzept so zu gestalten, dass die Umwelt möglichst wenig belastet wird. Eine veganvegetarische Küche und der Einsatz von regionalen und saisonalen Lebensmitteln sind neben Bio-Produkten oft Teil eines nachhaltigen Gastro-Konzeptes.

Wichtig: Möchtest du alle oder auch nur bestimmte Gerichte aus deinem Angebot mit dem Zusatz „Bio“ deklarieren, beispielsweise „Rührei aus Bio-Eiern“, muss dein Betrieb vorab ein Kontrollverfahren entsprechend der EG-Öko-Verordnung absolvieren. Nur mit der erfolgreichen Zertifizierung bist du dazu berechtigt, den Begriff „Bio“ werblich zu nutzen – etwa auf der Speisekarte, einer Tafel im Gastraum oder der Website deines Unternehmens. Vielen Gastro-Betreibern ist nicht bewusst, dass nur im Rahmen einer Zertifizierung mit Bio-Küche geworben werden darf. Wer hingegen lediglich Bio-Produkte weiterverkauft – und nicht weiterverarbeitet –, kann das auch ohne Kontrollverfahren machen. Diese Regelung gilt beispielsweise für Getränke wie Bio-Limonaden oder kleine, verpackte Bio-Snacks.

Bio auf ganzer Linie: Hier besteht Potenzial für deine Speisekarte

Möchtest du deinen Gastro-Betrieb auf Bio umstellen, lohnt es sich, zunächst zu testen, ob deine Gäste das Angebot wahrnehmen und auch bereit sind, gegebenenfalls einen gewissen Mehrpreis zu zahlen. Dafür lohnt es sich, zunächst  einmal eine kleine Auswahl an Gerichten mit Zutaten aus Bio-Anbau anzubieten und den Wareneinsatz zu kalkulieren. Beliebte und flexibel einsetzbare Produkte sind hier mit den größten Erfolgsaussichten verbunden.

Mit einem bestimmten Bio-Produkt zu beginnen, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Noch authentischer und vertrauenswürdiger ist dein Gastro-Betrieb aber, wenn du nach und nach alle Gerichte und Zutaten umstellst. Denn Bio ist ein ganzheitliches Konzept, das viele verschiedene Bereiche einschließt. Folgende Bio-Lebensmittel bereichern die Gastronomie:

  • Tierische Bio-Produkte in der Gastronomie:
    • Bio-Fleisch
    • Bio-Fisch
    • Bio-Milch/Milcherzeugnisse (etwa Käse, Quark, Kochcreme und Co.)
    • Bio-Eier
  • Pflanzliche Bio-Produkte in der Gastronomie:
    • Bio-Gemüse
    • Bio-Obst
    • Bio-Kräuter
    • Bio-Pilze
  • Bio-Getränke in der Gastronomie:
    • Bio-Säfte
    • Bio-Kaffee (oftmals auch fair gehandelt)
    • Bio-Tee
    • Bio-Limonaden
    • Alkoholische Getränke aus biologischer Herkunft (etwa Bier und Wein)
  • Bio-Würze in der Gastronomie:
  • Bio-Zubehör in der Gastronomie:
    • Bio-Verpackungen
    • Essbares Geschirr für den Außer-Haus-Verkauf
  • Bio-Convenience-Produkte in der Gastronomie:
    • Bio-TK-Produkte
    • Zubereitungsfertige Bio-Produkte
    • Servierfertige Bio-Produkte

Praktische Tipps für Gastronomie-Betriebe

Damit der Umstieg auf Bio problemlos gelingt, solltest du dir genau überlegen, wie du vorgehen und wo du die neuen Zutaten beziehen möchtest. Folgende Tipps helfen dir dabei weiter:

  • Achte beim Einkauf im Großhandel auf Lebensmittel mit Bio-Zertifizierung. Dies erkennst du durch einen Aufdruck auf der Verpackung bzw. an den Hinweisen im Sortimentskatalog oder Ordersatz. Vertrauenswürdige Bio-Siegel für Lebensmittel sind das sechseckige Bio-Label der EU sowie die Siegel der Bio-Anbauverbände (etwa Naturland oder Demeter).
  • Viele Gastronomie-Großhändler haben bereits ein umfangreiches Bio-Sortiment und entsprechende Sortimentskataloge oder -filter, wenn du deine Ware online beziehst. Lass dich für eine Umstellung auf Bio gerne von einem (Außendienst-) Mitarbeiter beraten und schöpfe die Beratungsangebote des Handels voll aus.
  • Mittlerweile gibt es auch einige Bio-Großhändler, die auf Gastronomie-Lebensmittel spezialisiert sind. Hier kannst du sicher sein, dass alle Produkte im Rahmen eines ökologischen Landbaus hergestellt werden und gleichzeitig den Bedürfnissen der Gastronomie entgegenkommen.
  • Auch die Lebensmittelhersteller stehen dir für Infos zum Thema Bio, passende Rezepte und Produktberatung zur Verfügung. So fällt es leicht, die Speisekarte auf Bio umzustellen.

Beispiele für Bio-Produkte im Foodservice: Bio-Falafelbällchen und Bio-Kochcreme

Zahlreiche Hersteller im Foodservice haben ihr Angebot bereits um Bio-Produkte erweitert, um die Integration von Bio-Gerichten auf der Speisekarte zu erleichtern. Wenn dein Betrieb plant, die Bio-Quote – also den Anteil an Bio-Gerichten am Gesamtangebot – insgesamt zu erhöhen oder komplett auf Bio umzustellen, findest du zahlreiche Produkte am Markt. So haben auch die Foodservice-Hersteller Vegeta, Karl Kemper und frischli ihre Sortimente um weitere passende Produkte erweitert.

Die neuen BIO-Falafelbällchen von Vegeta eignen sich beispielsweise als Hauptgericht, Beilage oder Snack. Fladenbrote, Döner und Dürüms, aber auch Sandwiches und Burger lassen sich so nicht nur in Bio-Qualität, sondern zusätzlich vegan umsetzen. Auch in Salaten, Currys und Suppen sorgen die würzigen Falafelbällchen als kreative Zutat für Abwechslung. In Sachen Geschmack setzt Vegeta dabei auf ausschließlich natürliche Zutaten: Kichererbsen und Bulgur treffen auf Petersilie und orientalische Gewürze. Die Bällchen kommen ohne deklarationspflichtige Zusatzstoffe, künstliche Farb- und Konservierungsstoffe und Hefeextrakte aus.

Mit der passenden Kochcreme aus dem neuen Bio-Sortiment von frischli Foodservice lässt sich so zum Beispiel auch eine vegane Tomaten-Zucchinicreme Suppe mit geringem Aufwand umsetzen.

Weitere Infos zum Thema Bio in der Gastronomie erhältst du im Lexikon von gastro-marktplatz.de.